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Kinetische Lichtplastik

Interaktive Gebäudefassade

Zeilgalerie, Frankfurt

9/92

Christian Möller und Rüdiger Kramm


Die Kinetische Lichtplastik ist eine Installation auf der Fassade der Zeilgalerie in Frankfurt nach einer Idee der Architekten Kramm und Strigl und wurde zusammen mit dem Gebäude im September 1992 fertiggestellt.




Die tagsüber zurückhaltend graue und nur durch das Tageslicht oszillierende Lochblechebene vor der blauen Hausfassade verwandelt sich mit Einbruch der Dämmerung in blau-gelb flutende Figuren, die nach Vorgabe der Witterung chamäleonartig ihre Farbe wechseln.


0° Celsius


8° Celsius


18° Celsius


Drei Leuchtengruppen - bestehend aus insgesamt 120 HQI Scheinwerfern -, die von innen und außen die Fassade bescheinen, durchfluten die Fläche aufwärts und abwärts mit veränderlich umfassenden Gelbanteilen. Temperatur, Wind und Regen sind - neben einer konstanten Zeitfunktion - die Parameter der sich in Echtzeit verändernden Lichtplastik.




Über ein Computersystem und eine Wetterstation auf dem Gebäudedach werden ihre Erscheinungsbilder gesteuert: die jeweilige Temperatur (relevante Größe: 0-30 Grad Celsius) bestimmt die Menge der Gelbanteile auf der blauen Wand. Sie werden je nach Windrichtung von links nach rechts bzw. rechts nach links über die Fläche mit einer Geschwindigkeit bewegt, die durch die Windstärke determiniert wird. Regen ersetzt den Parameter Wind und läßt die Gelbanteile in vertikaler Richtung niederschlagen.


Audio-Visualisierung


Im oberen Bereich der Fassade befindet sich eine Pixel-Großbildwand (4m x 20m), welche den Geräuschpegel der Passanten auf der Straße, in Form einer abstrakten, sich in Echtzeit bewegenden Liniengrafik visualisiert.


Bauherr:
Dr. Jürgen Schneider

Lichtplanung:
Christian Bartenbach

Programmierung:
Gideon May